Nex – Der Konflikt

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Ein Roman braucht: Konflikte, Konflikte, Konflikte. So steht es bestimmt nicht nur in einem Schreib-Ratgeber. Harmonie und Eintracht verleitet niemanden zum weiterlesen, durch Konflikte entsteht Reibung, Spannung und damit der Drang weiterzulesen. Deswegen scheinen Nachrichten auch immer nur von schlechten Dingen zu handeln: Weil Menschen eben eher auf eine konfliktversprechende Überschrift klicken als auf das Gegenteil.

Was ist also der Konflikt in meinem Roman?

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Nex – Der Anfang und der Hauptcharakter

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Im letzten Teil hatte ich geschrieben, dass es jetzt mit den Charakteren weitergeht, aber ich habe mich einfach mal umentschieden und beginne mit dem Anfang der Story. Mir war dabei von Anfang an eine Sache wichtig: Sie darf nicht so anfangen wie so viele Fantasy-Geschichten, anfangen: Ein Junge oder ein Mädchen findet einen Meister oder Meisterin, der/die dann von den Bösen umgebracht wird, und der Junge/das Mädchen bricht auf, um dem Bösen Einhalt zu gebieten. Mir war klar: Mein Junge, der Hauptcharakter Alan, sollte seinen Meister selbst umbringen – und zwar ohne langes Vorgeplänkel.

Auch wenn sich das nicht nach einer unheimlich gravierenden Änderung anhört, so habe ich diesen Vorsatz doch unterschätzt. Denn 1.) wie kann ein Leser Sympathie zu einem Charakter aufbauen, der gleich zu Anfang seinen Meister umbringt? Und 2.) haben viele Fantasy-Bücher nicht ohne Grund ein „langes Vorgeplänkel“, weil sie dadurch in die Welt und die Charaktere einführen, bevor es mit der eigentlichen Story beginnt. Allerdings war mir das egal: 1.) Soll mein Hauptcharakter nicht unbedingt sympathisch sein, er sollte sogar eher so wirken, als habe er keinen Charakter, und 2.) will ich eine Geschichte schreiben, um etwas auszusagen (siehe: Nex – Worum es (mir) geht) und nicht – wie zum Beispiel Tolkien – eine Geschichte benutzen, um eine Fantasy-Welt zu beschreiben. Das ganze Beschreibungs-Gedöns wollte ich auf ein Minimum reduzieren, weil es mich bei anderen Fantasy-Romanen häufig gelangweilt hat.

In meinem ersten Entwurf habe ich das erste Kapitel „Kapitel 0“ benannt, weil ich mir sicher war, dass ich mit dem Anfang nicht zufrieden sein und ihn eh neu schreiben werde. Ich sollte Recht behalten:

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Ich habe lange an dem ersten Satz herumgedoktert. Der erste Versuch war:

„Nachdem Alan seinen Meister getötet hatte, gingen seine Gedanken zurück in die Kindheit. fragte er sich, ob das Frieden war.“

In meiner jetzigen Fassung steht Folgendes:

„Das erste, was Alan sah, war das Blut an seinen Händen XXXein toter, alter Mann. XXXwar der Tod.XX  XXXX Alan blickte auf das Blut an seinen Händen.“

Soll heißen: Ich weiß immer noch nicht, wie ich anfangen kann, weil ich mir noch nicht sicher bin, welches Thema das Buch dominiert. Tod. Frieden. Freiheit. Krieg.

Das nächste Problem ist, dass ich mich frage, ob der Hauptcharakter Alan seinen Meister bewusst umbringt oder durch das Nex – die Macht, die ihm innewohnt – dazu gebracht wird. Im Moment tendiere ich zu folgendem Anfang:

„Alan wusste alles, doch verstand nichts.

Sein Meister Perduck hatte ihm die Geschichte dieser Welt gelehrt, welche Völker auf ihr hausten, wie sie lebten, welche Bräuche sie pflegten. Der Junge kannte all die Manöver im Schwerkampf, die Paraden, die Attacken, die Finten und die Wuchtschläge. Er wusste alles über Taktiken und Strategien, jeden Tag hatte er sie mit Holzfiguren auf Brettern studiert.

Auch hatte Perduck ihm erzählt, warum er all das lernen musste: Alan war Die Waffe, geschaffen aus einer mystischen Macht namens Nex. Er sollte den Frieden zwischen zwei Völkern bringen. Er sollte sich auf die Seite des einen Volkes stellen, den Odobai, ihren Wald bewachen und dafür sorgen, dass sie nicht die Menschen beeinflussen, aber die Menschen zu sich hineinlassen und ihnen ihren Weg lehren. Die Togarev hingegen sollte er gewähren lassen und darauf hoffen, dass sich die Menschen und schließlich alle Völker dem Weg der Odobai anschließen würden. Nur dann würde ewiger Friede einkehren.

Alan hatte all das auswendig gelernt, um die Fragen seines Meisters richtig zu beantworten, er verinnerlichte all die Antworten ohne ihre Bedeutung zu kennen. Nur dann gewährte ihm sein Meister ein wenig freie Zeit.

Doch mit den Jahren hatte es Alan satt, nur diesen Wald zu sehen und tag ein tag aus mit seinem Meister zu über die Geschichte und die Völker zu sprechen, sich im Kampf mit den Holzschwertern zu üben und Figuren über Bretter zu schieben. Er hatte alles über die Welt erfahren, aber sie nie selbst gesehen.

Er wollte hinaus, sein Leben leben, doch Perduck ließ das nicht zu. Es sei nicht an der Zeit, wiederholte er immer wieder. So wuchs der Groll in Alan heran und wandelte sich schließlich in Zorn. Und mit dem Zorn spürte Alan das Nex.Jene Kraft, die der Welt den Frieden bringen sollte, sollte ihm seine Freiheit gewähren.

Und das Licht erglomm.“

 

Nex – Die Philosophie

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Es herrscht also ein Krieg zwischen den demokratisch-liberalen Odobai und den autokratisch-restriktiven Togarev (auf den Grund komme ich später zu sprechen). Allerdings ist eine Gesellschaft nie homogen, also nicht alle Odobai oder Togarev sind gleich, es gibt Schattierungen und Extreme. Ich brauchte ein Koordinatensystem, auf dem ich die politisch-philosophische Einstellung meiner Völker und Charaktere positionieren konnte. Nach langer Recherche durch diverse Philosophie-Seiten und einem Gespräch mit einem Philosophie-Studenten bin ich schließlich auf die Opposition Kant vs. Nietzsche gestoßen.

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Nex – Worum es (mir) geht

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Mein Vorbild für „Nex“ ist in gewisser Weise „Animal Farm“ von George Orwell. Orwell beschrieb anhand von Tieren auf dem Bauernhof die Korruption der sozialistischen Idee. Ich will mit meinem Roman die Konflikte zwischen demokratischen und autokratischen System aufzeigen und meinen eigenen Lösungsvorschlag unterbreiten.

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Nex – Der Open Fantasy Roman

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Vor fast zwei Jahren habe ich den ersten Entwurf von „Nex“ geschrieben, meiner Fantasy-Parabel mit politischem Einschlag. Seitdem habe ich mir das Hirn zermatert, wie es mit dem Buch weitergehen soll. Ich habe ganze Kapitel umgeschrieben, Charaktere verändert und Hintergründe neu überdacht. Aber es dauert alles so lange. Es ist so zäh. Und immer wieder fragen mich Leute, wie es denn mit dem Roman vorangeht. Und ich sage nur: Es dauert noch.

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