Phantastische Erfolge – Warum „Harry Potter“ und „Der Herr der Ringe“ einen solchen Hype erfuhren

Einleitung

Das Thema

„Harry Potter“ und „Der Herr der Ringe“ – nennt man diese beiden Romane in einem Atemzug, kann das bei eingefleischten Fans einer der beiden Werke zu wahren Wutausbrüchen führen. „Harry Potter“ könne man nicht im Ansatz mit dem Fantasy-Epos von J.R.R. Tolkien vergleichen[1]. Auf der literarischen Seite mag das stimmen, zu unterschiedlich ist der Schreibstil. Doch eines haben die beiden Werke gemeinsam: Sie faszinierten eine ganze Generation und waren auch kommerziell unheimlich erfolgreich. Beide bilden eine eigene Welt ab, die nur in den Köpfen der jeweiligen Autoren entstanden sind, und prägten dadurch eine eigene Sub-Kultur.

Unzählige Literaturwissenschaftler stürzten sich auf die Bücher[2], analysierten und interpretierten – und manchmal nahmen diese Untersuchungen teils obskure Züge an: Da wird die Fortbewegung des Basilisken durch ein Röhrensystem in „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ als Allegorie fürs Kinderkriegen angesehen[3]; oder das Schiff der Durmstrangs, das an jedem beliebigen Ort im Wasser unter- und wieder auftauchen kann, stünde für ein deutsches U-Boot während des Zweiten Weltkriegs[4]. Beim Herrn der Ringe versuchen die Wissenschaftler – aufgrund des katholisch-gläubigen Tolkien – oft Beziehungen hin zum Christentum herzustellen[5] oder sehen eine Allegorie zum Ost-West-Konflikt während des Kalten Kriegs[6].

Tolkien selbst erklärte, dass er solcherlei Mutmaßungen aus tiefstem Herzen verabscheue[7], und auch ich denke, dass die eigentliche Faszination der Bücher für die Wissenschaft nicht darin liegt, was die Autoren ausdrücken wollten, sondern warum sie mit ihren Werken so viele Menschen zum Lesen animiert haben.

Um dieser Frage auf die Spur zu kommen, bietet sich der Vergleich von „„Der Herr der Ringe““ und „„Harry Potter““ an, auch wenn sie zu sehr unterschiedlichen Zeiten herausgekommen sind und auf eine ganz andere Leserschaft abzielten. Denn gibt es eine nicht von der Hand zu weisende Gemeinsamkeit: Beide Autoren schufen eine eigene Welt, mit der sie Millionen von Lesern faszinierten. Warum ist das in diesem Umfang – trotz überbordender Fantasy-Literatur – bislang niemand anderem geglückt? Was machen „Harry Potter“ und „Der Herr der Ringe“ anscheinend so einzigartig und so erfolgreich?

Der Aufbau

Zuerst geht diese Arbeit auf die literarischen Aspekte der beiden Werke ein und versucht Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten herauszustellen. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Frage der Gattung gelegt; hier wird zu klären sein, ob „Harry Potter“ und „Der Herr der Ringe“ in demselben Genre anzusiedeln sind. Danach wird untersucht, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es in den Bereichen Charaktere, narrative Struktur und „Sub-Kreation“ gibt (letzterer Begriff wird in dem entsprechenden Kapitel erläutert).

Das nächste Hauptkapitel zeigt die weltlichen Aspekte auf; also den Wirbel, der um die Bücher entstanden ist. Hier soll untersucht werden, ob die beiden Bücher nicht nur wegen ihres Inhalts erfolgreich waren, sondern auch wegen etwaiger Begleitumstände wie zum Beispiel Marketing-Aktionen.

Die Untersuchung fußt hauptsächlich auf zusammengetragener Sekundärliteratur, da eine eigene Analyse aufgrund des Umfangs dieser Arbeit nicht machbar gewesen wäre. Ebenfalls wird vom Leser eine grobe Kenntnis der behandelten Werke abverlangt, so dass hier wegen Platzgründen auf Zusammenfassungen verzichtet wird.[8]

Literarische Aspekte

Gattung

In diesem Kapitel soll gezeigt werden, dass beide Werke nach der Definition von Todorov[9] der Gattung des Wunderbaren angehören und damit eine wesentliche Gemeinsamkeit besitzen: nämlich dass sie zumindest Ähnlichkeiten zu der Erzählform Märchen aufweisen.

Todorov stellt verschiedene Bedingungen an einen phantastischen Text – wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind, fallen die Werke in jeweils andere Kategorien. Diese Bedingungen werden nun systematisch nacheinander auf „Der Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ angewandt, um ihre Gattung innerhalb der phantastischen Literatur zu bestimmen.

Todorov stellt als eine Bedingung an die Phantastik die „Unschlüssigkeit des Lesers“[10] darüber, ob die geschilderten übernatürlichen Ereignisse wirklich existent oder nur Trugbild seiner Wahrnehmung sind; hervorgerufen etwa durch geistigen Wahnsinn oder Rauschzustände.[11]

Tolkien hat in „Der Herr der Ringe“ eine ganz eigene Welt erschaffen, mit verschiedenen Rassen wie Zwergen, Elben und Orks, politischen Konstellationen und einer epischen Gesichte, fernab von jeglichen geographischen Bezügen zur realen Welt. Die Zeit ist vergleichbar mit dem Mittelalter unserer Welt, aber eben mit Zauberei und übernatürlichen Gestalten; Rowling hat in „Harry Potter“ hingegen der realen Welt eine weitere fiktive Zauberwelt „angedockt“, die ebenfalls wunderliche Wesen hervorbringt und vor unglaublichen Dingen nur so strotzt.

Trotzdem sind beide Welten in den jeweiligen Werken unzweifelhaft „echt“ anerkannt, ihre Realität wird niemals angezweifelt. Sowohl bei Tolkien als auch bei Rowling „gibt“ es Zauberei, sie ist kein Hirngespinst und wird auch nicht „rational“ erklärt, sie ist einfach da.

Daher fallen beide Werke nach Todorovs Definition in die Kategorie „unvermischt Wunderbares“[12] (um genau zu sein das „exotisch Wunderbare“[13]):

„Beim Wunderbaren rufen die übernatürlichen Elemente weder bei den Personen noch beim impliziten Leser eine besondere Reaktion hervor. Nicht die Haltung gegenüber den berichteten Ereignissen charakterisiert das Wunderbare, sondern die Natur dieser Ereignisse selbst.“[14]

Wie Todorov schreibt, verbindet man im „allgemeinen die Gattungen des Wunderbaren mit der des Märchens“[15]. Und auch wenn im allgemeinen Sprachgebrauch unter „Märchen“ etwas anderes verstanden wird, so trifft diese Bezeichnung im literaturwissenschaftlichen Sinne sehr genau die Gattung beider Bücher. Stefan Neuhaus[16] konstatiert:

„Rowling knüpft an bekannte Muster des Märchens an, an Figuren, Symbole und Motive“[17], die Ebene der Zauberwelt integriere „bruchlos die Traditionen von Märchen und fantastischer Literatur“[18], „es finden sich Hexen und Zauberer, aber auch Einhörner, Zentauren, Drachen, Trolle und Gespenster“[19].

Da Neuhaus aber den Dualismus zweier Welten als Voraussetzung für die Gattung Märchen ansieht, rechnet er Tolkiens „Der Herr der Ringe“ nicht diesem Genre zu. Er argumentiert sogar, man müsse „Der Herr der Ringe“ dem Unheimlichen zurechnen.[20] Doch dieser Kategorisierung muss widersprochen werden. Er selbst zitiert auf derselben Seite, auf der er dies behauptet, Todorov mit den Worten:

„Wenn er [der Leser] sich dafür entscheidet, daß die Gesetze der Realität intakt bleiben und eine Erklärung der beschriebenen Phänomene zulassen, dann sagen wir, daß dieses Werk einer anderen Gattung zugehört: dem Unheimlichen. Wenn er sich im Gegenteil dafür entscheidet, daß man neue Naturgesetze anerkennen muß, aus denen das Phänomen dann erklärt werden kann, so treten wir in die Gattung des Wunderbaren ein.“[21]

Doch wenn man sich Zauberei, Monster, Drachen und viele andere mythische Gegebenheiten erklären will, dann muss man doch zwangsläufig die Gesetze von Mittelerde akzeptieren. Und damit fällt auch Herr der Ringe – wie oben bereits ausgeführt – in die Kategorie des Wunderbaren.

Ob es sich nun bei „Der Herr der Ringe“ oder auch bei „Harry Potter“ wirklich um Märchen oder nicht handelt, soll hier nicht weiter erörtert werden – das würde zu weit führen. Wichtig ist jedoch, dass die Bücher Märchen mindestens stark ähneln – wie hier gezeigt werden soll.

Charaktere – Reduktion und Freundschaft

Beide Werke bieten dem Leser eine große Welt mit – vor allem im Fall von „Der Herr der Ringe“ – vielen Details. Doch dabei bleibt ein anderer Aspekt zwangsläufig auf der Strecke: die Entwicklung der Charaktere. Wie im Märchen sind die Figuren in beiden Werken stark auf wesentliche Charakterzüge reduziert.

Im Herrn der Ringe tauchen hauptsächlich Stereotype auf: der weise Zauberer Gandalf, der mutige Aragorn als der typische „true epic hero“[22]; Frodo, Gimli und Legolas sind außerdem allesamt bloße Vertreter ihrer Rassen.[23] Die Reduktion seiner Welt und seiner Charaktere – die in Schwarzweißmalerei gipfelt – ähnelt der Vereinfachung im Märchen.[24] Dieter Petzold schreibt, dass dies Tolkien ermöglicht hat, sich auf „die Darstellung eines kosmischen Kampfes um die Macht zwischen den Kräften des Guten und des Bösen und auf die Möglichkeiten und Formen heroischen Handelns in diesem Kampf zu konzentrieren. Das war das Interesse von Tolkien, er selbst interessierte sich wenig für die menschliche Seite seiner Geschichte.[25]

Im Gegensatz zu Tolkien jedoch „versieht Rowling ihre Figuren mit differenzierten Merkmalen“[26], wie Neuhaus schreibt. Claudia Fenske legt jedoch in ihrer umfangreichen Analyse aller Harry-Potter-Bände dar, dass die Charaktere sich zwar sehr plausibel verhalten, aber keiner von ihnen sich psychologisch oder intellektuell weiterentwickelt: „Most of the character are, thus, static and flat, although they may turn out to be different from what the reader first expected.”[27] Die meisten Charaktere überzeugen laut Fenske in ihrer psychologischen Konstruktion, sind aber im Großen und Ganzen schwarzweiß gezeichnet – mit einigen grauen Tupfern.[28]

Auch die Beziehungen unter den Charakteren in „Der Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ weisen Ähnlichkeiten auf. In beiden Büchern stehen freundschaftliche Bande an erster Stelle.

Am deutlichsten ist das ausgeprägt bei „Der Herr der Ringe“: Liebesbeziehungen finden – wenn überhaupt – nur am Rande statt.[29] Der Leser verfolgt während der Haupthandlung ausschließlich einer siebenköpfigen Gemeinschaft, die nur aus männlichen Helden besteht.[30]

„Wie viele andere Kinderbücher […] stoßen The Hobbit, aber auch The Lord of the Rings in dieses wohl häufig nur unbewußt wahrgenommene Vakuum. Sie konkretisieren (unter anderem) den Wunschtraum einer funktionierenden, relativ konfliktfreien Gemeinschaft, in der jedes einzelne Glied sich der gemeinsamen Sache unterordnet und dafür akzeptiert wird und Geborgenheit findet.“[31]

Petzold erklärt: „Es liegt auf der Hand, daß in diesem Umstand einer der Gründe für die Popularität der Geschichten Tolkiens bei jungen Leuten liegt.“[32]

Bei „Harry Potter“ hingegen gibt es zwar Liebesbeziehungen, doch sie sind selten Hauptbestandteil der Handlung und treten auch erst recht spät in Erscheinung: Erst im fünften Buch gibt es den ersten Kuss zwischen Harry und Cho[33] – und letztere bleibt trotzdem nur eine Nebenfigur. Auch die Anwandelungen zwischen Hermine und Krumm[34] sowie Harry und Ginny[35] sind höchstens als Nebenstränge der Handlung zu erachten.

Hauptsächlich geht es um die Abenteuer von Harry, Ron und Hermine, die sie freundschaftlich zusammen bestehen. Erst gegen Ende hin werden die Gefühle zwischen Ron und Hermine sichtbar, bis sie sich auf den letzten Seiten des letzten Bandes schließlich küssen.[36]

Narrative Struktur

„Der Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ weisen – wie auch Märchen – sehr einfache narrative Strukturen auf. Tokiens Werk funktioniert immer nach demselben Schema „Aufbruch – Abenteuer – Ruhepause – erneuter Aufbruch“[37] – was wohl auch darin geschuldet liegt, dass Tolkien selbst keinen endgültigen Plan hatte und sich während des Schreibens immer von einer Episode zur nächsten hangelte.[38]

Rowling indes legt ihren einzelnen Büchern ebenfalls immer dieselbe Struktur auf – bis auf den letzten Band, der sich auch in anderen Aspekten von den restlichen Teilen absetzt. Die Geschichte beginnt immer im Sommer bei den Dudleys, danach geht es über die Winkelgasse zur Schule, es folgen die Eröffnungszeromonie, Feiertage und die Abschlussprüfungen; schließlich gipfelt alles in einem Showdown, wonach Harry wieder zu den Dudleys zurückkehrt. Fenske schlussfolgert: „„Harry Potter“ is a very conventional tale. It cannot claim any special position or innovation regarding narrative techniques.”[39]

Während „Der Herr der Ringe“ eher ein Reiseroman ist[40], enthält „Harry Potter“ jedoch viele Elemente einer klassischen Detektiv-Story[41]. Hierin unterscheiden sich die Geschichten voneinander. Gemein ist aber beiden, dass dem Leser von Anfang an gewahr wird, dass die Geschichten auf einen finalen Konflikt hin arbeiten.

Sub-Kreation

Die größte Gemeinsamkeit, die beide Werke aufweisen, ist die Gestaltung einer eigenen Welt. Wie bereits beschrieben, hat Tolkien sich ganz von der realen Welt verabschiedet, während Rowling die ihre an die existierende Welt „angedockt“ hat. Zudem ist Tolkien geradezu vernarrt darin, möglichst viel zu beschreiben, bis ins kleinste Detail[42], etwa wenn er aufzählt, aus welchen Gegenden die Verteidiger von Minas Tirith kommen[43]. Auch die Geschichte seiner Welt ist extrem umfangreich[44]. Tolkien selbst sieht darin einen Grund für den Erfolg seines Buches:

„Part of the attraction of The L.R. is, I think, due to the glimpses of a large history in the background: an attraction like that of viewing far off an unvisited land, or seeing the towers of a distant city gleaming in a sunlit mist.”[45]

Rowling hingegen bleibt bei ihren Beschreibungen oft oberflächlich[46], so wird die Zauberschule Hogwarts stets beschrieben als ein Schloss mit „many turrets and towers“[47]. Nur manchmal geht sie ins Detail.[48] Dennoch schafft es auch Rowling eine komplexe Welt aufzubauen. Beiden Autoren gelingt es, Welten zu erschaffen, die eine „inner consistency of reality“[49] vorweisen, wie es Tolkien in seinem Aufsatz „On Fairy Tales“ selbst beschreibt. Eine Übersetzung des Aufsatzes nennt diesen Ausdruck im Deutschen „innere Folgerichtigkeit der Realität“[50] – doch die Übersetzung ist auch an anderen Stellen nicht wirklich gelungen (wie später noch zu sehen ist); eine „innere Stimmigkeit der Realität“ erscheint sinnvoller.

Tolkien geht es dabei darum, dass eine fiktive Welt in sich logisch und widerspruchsfrei sein sollte, also gewissermaßen ihre eigenen Naturgesetze auch wirklich beherzigt und nicht nach Lust und Laune – oder je nach Notwendigkeit der Geschichte – Ausnahmen erfindet[51]. Diese Kunst der literarischen Schöpfung nennt Tolkien „Sub-Creation“[52] (in der Übersetzung unglücklich „Zweitschöpfertum“ genannt[53]), das hier weiter eingedeutscht als Sub-Kreation behandelt wird.

Diese Sub-Kreation nimmt viel Platz in „Harry Potter“ als auch (und besonders) in „Der Herr der Ringe“ ein: Da in beiden Büchern vollkommen neue Welten mit ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten, Strukturen, Orten und Gegenständen entstehen, müssen die Autoren zwangsläufig mehr erklären als zum Beispiel Krimi-Autoren, die ihre Geschichten in der bekannten Welt ansiedeln.

Der Leser taucht mit dem Fortgang der Lektüre weiter und weiter in diese Sub-Kreation ein, erfährt Neues und kann sich ein besseres Bild von der Welt machen. Bei „Der Herr der Ringe“ ist vor allem der geschichtliche Hintergrund in bedeutendes Merkmal:

„Während sich das Geschehen in LOTR von seinem Ursprung im beschaulichen Shire der Hobbits aus immer weiter über die imaginäre Welt ausdehnt, entfalten sich beständig neue Dimensionen der Geschichte von Middle-Earth. Die geographische Erweiterung wird stets ergänzt durch eine historische.“[54]

Und auch bei „Harry Potter“ taucht der Leser in die Welt ein und akzeptiert nach und nach die teils wunderlichen Orte als normal, so dass sie als Fakten akzeptiert werden.[55]

Beide Autoren schaffen so ein eigenes Universum mit eigenen Ausdrücken und teils eigener Sprache – dadurch bildet sich aus der Sub-Kreation quasi eine Sub-Kultur heraus. Und gerade „unter Heranwachsenden gilt die Beherrschung einer Sondersprache („Teenager-Slang“) neben der Kleidung als wichtigstes Kennzeichen für die Zugehörigkeit zur Gruppe“[56]. Eine Feststellung, die gerade im Kontext mit dem folgenden Kapitel ihre Wichtigkeit entfalten wird.

Weltliche Aspekte

Leben der Autoren

Um diese Arbeit möglichst kurz zu halten, wurde auf die traditionelle Darstellung der Lebensläufe der Autoren verzichtet und dafür eine funktionale Betrachtungsweise gewählt. Viele Arbeiten haben schon zur Genüge die Biografien von Rowling und Tolkien referiert[57], so dass das hier nicht noch einmal getan wird. Dieses Kapitel soll vor allem herausstellen, wo die Lebensläufe der Autoren sowie die Publikationsgeschichte ihrer Werke Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufweisen.

Rowling und Tolkien scheinen, oberflächlich betrachtet, nicht viel gemeinsam zu haben. Rowling, die arbeitslose und alleinerziehende Mutter, angewiesen auf Sozialhilfe, kommt während einer Bahnfahrt auf die Idee für ein Kinderbuch über einen Zauberlehrling, fängt an zu schreiben, bietet das Manuskript dem Agenten Little an, weil sie dessen Namen interessant findet, und freut sich über alle Maßen, als ihre Idee gedruckt wird[58]. Tolkien hingegen, ein verheirateter Vater dreier Söhne und einer Tochter sowie gut-situierter Universitätsprofessor, studierte über Jahre hinweg alte Sprachen und Mythologien, entwickelte darauf aufbauend eine eigene Welt mit einer detailreichen historischen Geschichte sowie eigene Sprachen und schrieb den Herrn der Ringe schließlich als eine Fortsetzung für das zuvor erschienene und recht erfolgreiche Buch Der Hobbit – wollte aber eigentlich lieber sein Werk „Das Silmarillion“ veröffentlichen.[59]

Die äußeren Umstände lassen also auf wenige Gemeinsamkeiten schließen. Doch in Bezug auf ihre Bücher verbindet sie vieles: allen voran ihre Liebe zu ihren Werken und ihrer Welt. Tolkien etwa tüftelte zwölf Jahre an dem Herrn der Ringe – und er versuchte erbittert, bei seinem Erscheinen auch das schwerfällige und von Verlegern ungern gesehene „Silmarillion“ mit unterzubringen. Es gehöre, so Tolkien damals, unbedingt dazu. Doch dieses Beharren hätte ihn beinahe die Veröffentlichung überhaupt gekostet, und es war auch der Grund dafür, dass das erste Buch erst vier Jahre nachdem es fertig geschrieben war, erschien[60]. Außerdem hasste Tolkien es, wenn sich andere an seinem Werk zu schaffen machten, zu Hörspiel-Umsetzungen, Übersetzungen und der Gestaltung der Buchcover hatte er immer etwas zu sagen, und oft scharf zu kritisieren.[61] Tolkien wollte ursprünglich auch nur eine kleine Leserschaft um sich scharen, über seinen späteren Kult-Status sagte er laut der Biografie von Carpenter sogar einmal:

„Ich fürchte, es ist keineswegs angenehm, bei Lebzeiten Gegenstand eines Kultes zu sein.“[62]

Ähnlich verhält es sich mit Rowlings Beziehung zu ihrem „Harry Potter“. Sie schreibt in einem Vorwort:

„Als ich anfing, die Harry-Potter-Reihe zu schreiben, wollte ich sie einfach nur so gestalten, dass sie mir selbst gefiel; an andere Leser dachte ich dabei nicht.“[63]

Auch sie wollte sich später der Hysterie um ihre Reihe nicht aussetzen und zog sich zum Schreiben zurück; sie gilt nach wie vor als „medienscheu“[64]. Auch Rowling war vorsichtig mit der Zweitverwertung von „Harry Potter“: Als Warner Bros. das Buch verfilmen wollte, beharrte sie darauf, dass die Produktionsfirma nur ihr Buch als Vorlage benutzen darf – nichts anderes. Sie wollte nicht, dass Warner Bros. ihre Charaktere benutzt, um mit ihnen einen Film zu produzieren, der mit der ursprünglichen Welt nichts gemein hat[65]. Sie nahm daher auch erst eine Absage und – nachdem ihr Buch populärer wurde – eine lange Verhandlung in Kauf.[66]

Ebenfalls wird immer wieder transportiert, dass beide Autoren – vielleicht begründet in ihrer Liebe zu ihrem Buch – viel Kontakt mit ihren Lesern hatten. Vor allem Tolkien unterhielt zahlreiche Korrespondenzen mit seinen Fans. Und das sollte ihm im Jahr 1965 (1954 war der erste Band erschienen) zugutekommen.

Publicity

„Der Herr der Ringe“ verkaufte sich in den USA und in Großbritannien nicht schlecht; doch der große Durchbruch war noch nicht abzusehen. Dann aber brachte der Verlag Ace Books ohne Lizenz eine Taschenbuch-Ausgabe von „Der Herr der Ringe“ auf den Markt. Als schließlich die lizensierte Ausgabe von Tolkiens Taschenbuch-Verlag Ballantine Books erschien[67], schrieb der Autor all seinen Fans, dass diese bitte die „richtige“ Ausgabe kaufen und das auch ihren Freunden mitteilen sollten.

„Dies hatte eine erstaunliche Wirkung. Die amerikanischen Leser begannen nicht nur, die Ace-Ausgabe zurückzuweisen, sondern verlangten auch, und oft in handgreiflicher Weise, daß die Buchhändler sie aus ihren Regalen entfernten.“[68]

Auch der Verband der amerikanischen Science-Fiction-Autoren (Science Fiction Writers of America) übte Druck aus, und es folgten Vertragsverhandlungen zwischen den beiden Verlagen. Der Kompromiss: Der Ace-Verlag gab Tolkien etwas von dem Gewinn ab und druckte keine Ausgaben mehr nach.[69] Doch dieser „‘Krieg um Mittelerde‘, wie ein Journalist ihn getauft hatte“[70], wurde von einem großen Medienecho begleitet, die Verkaufszahlen schnellten in die Höhe und unter den Studenten – die Hauptkäufer der Taschenbuch-Ausgabe – entwickelte sich Tolkiens Werk zum Kult. Fan-Klubs entstanden, die sich zu Hobbit-Picknicks trafen; und die Welle der Begeisterung schwappte auf andere Länder über.[71]

Auch Rowlings Roman war fast von Anfang an von der Öffentlichkeit begleitet: So kaufte der US-Verlag Scholastic 1997 die Lizenzrechte an „Harry Potter und der Stein der Weisen“ für 105.000 Dollar – eine ungewöhnlich hohe Summe für ein Kinderbuch.[72]Daraufhin interessierte sich die Presse für Rowling, die auf Drängen des Verlags ihre ideal mediengeeignete Aschenputtel-Lebensgeschichte offenlegte.[73] „Harry Potter“ wurde bekannter – auch gerade unter Erwachsenen[74]. Und als der zweite Teil in Großbritannien erschien, aber in den USA noch nicht erhältlich war, kauften US-amerikanische Fans über den damals aufstrebenden Internet-Versandhändler amazon.co.uk einfach die britische Version – und verursachten damit eine heftig umkämpfte Lizenzrechte-Diskussion.[75] [76]

Begleitet von weiteren öffentlichkeitswirksamen Ereignissen[77] vergrößerte sich der Erfolg, wurde zum „Hype“ – der vor allem durch eine aktive Fan-Gemeinde im Internet aufrecht erhalten wurde und wird[78]. Pauk Bürvenich bezeichnet Harry Potter als „ersten literarischen Star des Internets“[79].

„Der Herr der Ringe“ hat sich mittlerweile über 150 Millionen Mal verkauft[80]; der erfolgreichste „Harry Potter“ „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ 44 Millionen Mal[81]. Sofern man eine Unterscheidung in Sachen „Fan-Status“ machen möchte, kann man „Der Herr der Ringe“ aufgrund seines Alters und seiner bleibenden Beliebtheit definitiv als „Kult“ zu bezeichnen; bei „Harry Potter“ hingegen muss zu dieser Zeit wohl noch von einem „Hype“ gesprochen werden; schließlich ist gerade erst die letzte Verfilmung in den Kinos angelaufen, und man wird sehen, ob die Begeisterung noch über Generationen erhalten bleibt.

Tabelle


Kategorie

„Harry Potter“

Herr der Ringe

Definition laut Todorov

Wunderbar

Wunderbar

Charaktergestaltung

Glaubhaft, aber flach und reduziert

Stereotypisch, flach und reduziert

Beziehungen unter den Charakteren

Hauptsächlich freundschaftlich (Harry, Ron, Hermine); Liebesszenen nur bedingt mit der Haupthandlung verknüpft

Gemeinschaft; hauptsächlich Männer (neun Gefährten); wenig Liebesszenen, wenn überhaupt nur spärlich beschrieben (Aragorn und Eowyn)

Gut-Böse-Dichotomie

Klare Abgrenzung (Gute und böse Zauberer) mit wenigen grauen Schattierungen (Dunkle Vergangenheit von Dumbledore)

Klare Abgrenzung (Freie Völker und Dunkle Horden) mit wenigen Ausnahmen (Gollum)

Narrative Struktur

Immer wiederkehrende Kreis-Struktur, bis auf den letzten Band

Episodenhaftes Voranschreiten der Handlung (Aufbruch – Abenteuer – Ruhepause – Erneuter Aufbruch)

Genre-Ähnlichkeit

Detektiv-Story

Reiseroman

Sub-Kreation

Zauberwelt, angedockt an die Realität; Oberflächliche Beschreibungen; Historie dreht sich hauptsächlich um Charaktere

Eigenständige Fantasy-Welt; nicht an die Realität angeknüpft; Ausführliche Beschreibungen; faktenreiche Historie

Autoren-Biografie

Alleinerziehende Mutter

Verheirateter Professor

Verhältnis Autor-Buch

Hingabe zur eigenen Geschichte

Hingabe zur eigenen Geschichte

Publicity

Mediengeeignete Biografie („Aschenputtel“-Story), diverse Rechtsstreitigkeiten

Öffentlichkeitswirksamer Rechtsstreit; Fortsetzung zu recht erfolgreichem Kinderbuch „Der Hobbit“

„Fan-Status“

Hype

Kult


Fazit

Als ich mit dieser Arbeit begonnen hatte, wusste ich noch nicht, zu welchem Schluss ich kommen würde. Mich hatte die Frage schon lange fasziniert, doch ich bin nie zu einem für mich zufriedenstellenden Schluss gekommen. Nach der Lektüre diverser Sekundärliteratur, der Biografien der Autoren sowie der Verkaufsgeschichte ihrer Bücher hat sich nun eine Theorie – denn mehr als das kann es nicht sein – für den Erfolg von „Der Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ manifestiert.

Zuerst muss festgehalten werden, dass es höchstwahrscheinlich nicht die klassischen literarischen Aspekte sind, die zum Weltruhm geführt haben; zu einfach ist die Gut-Böse-Geschichte, sind die Charaktere, ist die ganze narrative Struktur. Auch die (hier nicht weiter untersuchte) sprachliche Gestaltung stößt meist eher auf Kritik denn auf Lob. Außerdem unterscheiden sich in dieser Kategorie der einfach geschriebene „Harry Potter“ und der ausschweifend formulierte „Der Herr der Ringe“ zu deutlich voneinander, als dass dies das ausschlaggebende Merkmal sein kann.

Was sie aber verbindet, ist das starke Merkmal der Sub-Kreation. Auch wenn sich die Autoren in der Ausgestaltung unterscheiden, sind ihre Welten in sich stimmig und erzeugen in den Köpfen der Leser eine zweite Realität. Tolkien lockt indes seine Leser in diese Welt mit einer epischen und heroischen Schlacht zwischen Gut und Böse sowie vielen weiteren episodenhaften fantasiereichen Geschichten. Rowling hingegen setzt auf die Spannung von Detektiv-Story-Elementen, um die Leser in ihre Zauberwelt zu entführen. Dennoch ist das Eintauchen in die Sub-Kreation wesentlicher Bestandteil der Faszination der Bücher – in denen eine große Hingabe ihrer Autoren steckt.

Das machte sie erfolgreich. Aber das allein machte sie nicht zum Hype oder gar Kult.

Sowohl zu Tolkiens als auch zu Rowlings Zeit gab es öffentlichkeitswirksame Ereignisse, wodurch viele Menschen mit den Büchern der Autoren konfrontiert wurden. Durch diese Öffentlichkeit rückten nicht nur die Bücher in den Fokus, sondern auch die Fan-Gemeinde – die ähnlich verschworen ist, wie die Gemeinschaft im Herrn der Ringe oder die Freundesclique in „Harry Potter“. Schließlich teilen sich die Fans durch die Sub-Kreation eine eigene Sub-Kultur mit sprachlichen Ausdrücken und Namen, die abseits von ihrer Fan-Gemeinde niemand versteht. Die Gesellschaft teilt sich – überspitzt gesagt – in Wissende und Unwissende der Sub-Kreation.

Wenn es sich um einen kleinen Kreis von Wissenden handelt, dann stört das die Unwissenden eher wenig. Wenn aber – wie im Fall von „Harry Potter“ und „Der Herr der Ringe“ – diese Sub-Kultur in die Öffentlichkeit getragen wird und dadurch weiter an Größe gewinnt, wächst der Druck auf die Unwissenden („Wie? Du hast „Harry Potter“ noch nicht gelesen?“, „Das ist ja wie in Herr der Ringe, als… Oh, du kennst das nicht?“). Unwissende werden quasi durch Gruppendruck (peer-pressure) im großen Rahmen dazu „genötigt“, die Bücher zu lesen – bis schließlich die Sub-Kultur zur Leit-Kultur, zum Mainstream, wird.

Diese Entwicklung wird dadurch gefördert, dass die narrative Struktur – und viele weitere Aspekte der Bücher – Ähnlichkeiten mit der Gattung Märchen aufweisen. Sie lassen sich sehr gut nacherzählen, der Inhalt lässt sich also einfach weiterverbreiten.

Der Erfolg von „Harry Potter“ und „Der Herr der Ringe“ lässt sich durchaus auf literarische Aspekte zurückführen – Rowlings Werk ist unterhaltsam und spannend, „Der Herr der Ringe“ entführt in eine detailliert ausgebarbeitete Welt –, aber der Grund für den Sprung zum Kult oder Hype hat ganz gewiss nicht nur literarische, sondern ganz maßgeblich auch soziologische Gründe.


Literaturverzeichnis

Prmärliteratur

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[1] Vgl. BÜVENICH, Paul: Der Zauber um Harry Potter. Analyse eines literarischen Welterfolgs. Frankfurt, 2001, S. 32

[2] Man musss nur bei der Katalogsuche einer Universitätsbibliothek oder bei der Google-Scholar-Suche die Titel der Bücher eingeben und man erhält sehr viele Vorschläge zur Sekundärliteratur.

[3] Vgl. SCHAFER, Elizbath D.: Exploring Harry Potter. London, 2000, S.225, zitiert nach: FENSKE, Claudia: Muggles, Monsters and Magicians. A Literary Analysis of the Harry Potter Series. Frankfurt, 2008, S. 9

[4] Vgl. SMADJA, Isabelle: Harry Potter. Les raisons d’un success. Paris, 2001, S. 88, zitiert nach: FENSKE, S. 11

[5] Vgl. ELLWOOD, Gracia Fay: The Mythology of Middle-Earth. Grand Rapids, 1970, S. 85ff, zitiert nach: PETZOLD, Dieter: J.R.R. Tolkien. Fantasy Literature als Wunscherfüllung und Weltdeutung. Heidelberg, 1980, S. 111

[6] Vgl. zum Beispiel: CARTER, Lin: Tolkiens Universum. Die mythische Welt des „Herrn der Ringe“. München, 2002, S. 126f

[7] Vgl. LINDEN, Jürgen (Hrsg.): Tolkien in aller Welt. Eine Ausstellung der Inklings-Gesellschaft anläßlich des 100. Geburtstags von J.R.R. Tolkien und des Internationalen Tolkien-Symposions in Aachen. Aachen, 1992, S. 9f

[8] Sehr gute und detaillierte Inhaltsangaben liefern die entsprechenden Wikipedia-Artikel, die auf der Qualitätssicherung Hunderter Fans aufbaut.

[9] TODOROV, Tzvetan: Einführung in die fantastische Literatur. Frankfurt, 1992

[10] ebd., S. 31

[11] Vgl. ebd., S. 43f

[12] ebd., S. 51

[13] vgl. ebd., S. 52

[14] ebd.

[15] ebd.

[16] vgl. NEUHAUS, Dieter: Märchen. Tübingen, 2005

[17] ebd., S. 346

[18] ebd., S. 347

[19] ebd., S. 347

[20] vgl. ebd., S. 13

[21] TODOROV, S. 40, zitiert nach: NEUHAUS, S. 13

[22] BISENICKS, Dainis: Reading and Misreading Tolkien. In: Studies, Mankato State University: The Tolkien Papers. Mankato, 1967, S. 27

[23] Vgl. ebd., S.22ff

[24] Vgl. PETZOLD, S. 67

[25] Vgl. CARPENTER, Humphrey: J.R.R. Tolkien. Eine Biographie (2. Auflage). Stuttgart, 2001, S. 255

[26] NEUHAUS, S. 347

[27] FENSKE, 277 (Übersetzung: Viele der Charaktere sind statisch und flach, obwohl sie sich manchmal als etwas anderes entpuppen, als der Leser erwartet hätte.)

[28] Vgl. ebd., S. 277

[29] Vgl. PETZOLD, S. 22

[30] Vgl. ebd., S. 21f

[31] ebd., S. 23

[32] ebd., S. 22

[33] Vgl. ROWLING, Joanne Kathleen: Harry Potter und der Orden des Phönix. Hamburg, 2003, S. 536

[34] Vgl. ebd., S. 412ff

[35] Vgl. vor allem ROWLING, Joanne Kathleen: Harry Potter und der Halbblut-Prinz. Hamburg, 2005 und ROWLING, Joanne Kathleen: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Hamburg, 2007

[36] Vgl. ROWLING: Heiligtümer. Hamburg, 2007, S. 633

[37] PETZOLD, S. 51

[38] Vgl. CARPENTER, S. 216f

[39] FENSKE, S. 95

[40] vgl. PETZOLD, S. 52

[41] Vgl. FENSKE, S. 87ff

[42] Vgl. CARPENTER, S. 216f

[43] Vgl. TOLKIEN, John Ronald Reuel: Der Herr der Ringe. Band III: Die Rückkehr des Königs. Stuttgart, 1996, S. 44

[44] NESTER, Holle: Shadows of the Past. Darstellung und Funktion der geschichtlichen Sekundärwelten in J. R. R. Tolkiens „The lord of the rings“, Ursula K. LeGuins „Earthsea-tetralogy“ und Patricia McKillips „Riddle-Master-trilogy“. Trier, 1993, S. 122ff

[45] CARPENTER, Humphrey: The letters of J.R.R. Tolkien. A Selection, with the Assistance of Christopher Tolkien. London, 1981, zitiert nach: NESTER

[46] Vgl. FENSKE, S. 141f

[47] Zitiert nach: ebd.

[48] Vgl. ebd., S. 142

[49] Vgl. ebd.

[50] Aus der Übersetzung: TOLKIEN, Christopher (Hrsg.) / TOLKIEN, John Ronald Reuel: Gute Drachen sind rar. Drei Aufsätze. Stuttgart, 1984, S. 101(Anmerkung: Ich halt

[51] Vgl. TOLKIEN, John Ronald Reuel: Tree and Leaf (10. Auflage). London, 1975, S. 46ff

[52] ebd., S. 45

[53] TOLKIEN: Gute Drachen sind rar. Drei Aufsätze. , S. 108

[54] NESTER, S. 115

[55] Vgl. FENSKE, S. 142

[56] PETZOLD, S. 26

[57] In so gut wie jeder Abhandlung, die sich mit Rowlings oder Tolkiens Werken beschäftigt, gibt es mindestens einen kurzen biografischen Abriss.

[58] Vgl. ANELLI, Melissa: Das Phänomen Harry Potter. Hamburg, 2009, S. 41ff (Dieses Buch beschreibt sehr anschaulich das Leben von Rowling sowie die Veröffentlichungsgeschichte der Harry-Potter-Bände aus Sicht der Autorin. Es ist keine Biografie über Rowling im klassischen Sinne, sondern widmet sich eher – wie der Titel suggeriert – dem Phänomen „Harry Potter“. Für diese Arbeit aber eignet sich das Buch perfekt.)

[59] Vgl. CARPENTER: J.R.R. Tolkien. Eine Biographie (2. Auflage). (Auf diese Biografie wird in zahlreichen Publikationen verwiesen. Sie ist unbedingt zu empfehlen)

[60] Vgl. ebd., S. 237ff

[61] Vgl. ebd., S. 255, 257, 260

[62] ebd., S. 264

[63] ROWLING, Joanne Kathleen: Vorwort. In ANELLI, S. 9

[64] Diverse Medien schrieben ihr dieses Attribut zu, ein Beispiel ist der Artikel „Neues von Harry Potter: ‚Ein regelrechtes Blutbad‘“ auf faz.net. (http://www.faz.net/artikel/S30964/neues-von-harry-potter-ein-regelrechtes-blutbad-30103090.html, Stand: 17.08.2011, 13:07 Uhr)

[65] ANELLI, S. 105

[66] ebd., S. 107

[67] Die detaillierte Geschichte hier niederzuschreiben, würde zu viel Platz beanspruchen. Interessierte können sie hier nachlesen: CARPENTER: J.R.R. Tolkien. Eine Biographie (2. Auflage). , S. 258ff

[68] ebd., S. 261

[69] Vgl. ebd., S. 261

[70] ebd., S. 261

[71] Vgl. ebd., S. 262

[72] Vgl. ANELLI, S. 86

[73] Vgl. ebd., S. 89

[74] Vgl. ebd., S. 93

[75] Vgl. CARVAJAL, Doreen: Children’s Book Casts a Spell Over Adults; Young Wizard Is Best Seller And a Copyright Challenge. In: New York Times. April, 1st, URL: http://www.nytimes.com/1999/04/01/books/children-s-book-casts-spell-over-adults-young-wizard-best-seller-copyright.html?scp=2&sq=harry+potter&st=nyt (Stand: 15.08.2011, 17:45)

[76] Vgl. ANELLI, S. 101

[77] Für genauere Informationen dazu siehe vgl. ebd., S. 101ff

[78] Vgl. ebd., S. 119ff

[79] BÜRVENICH, Paul: Der Zauber um Harry Potter. Analyse eines literarischen Welterfolgs. Frankfurt, 2001, S. 28

[80] Vgl. WAGNER, Vit: Tolkien proves he’s still the king. In: thestar.com. URL: http://www.thestar.com/entertainment/article/203389 (Stand: 17.08.2011, 13:11 Uhr)

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