Nex – Worum es (mir) geht

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Mein Vorbild für „Nex“ ist in gewisser Weise „Animal Farm“ von George Orwell. Orwell beschrieb anhand von Tieren auf dem Bauernhof die Korruption der sozialistischen Idee. Ich will mit meinem Roman die Konflikte zwischen demokratischen und autokratischen System aufzeigen und meinen eigenen Lösungsvorschlag unterbreiten.

Dazu bediene ich mich Fantasy-Elementen, die seit Tolkiens „Herr Der Ringe“ ihren Weg in die Popkultur gefunden haben. Zentral in meinem Roman ist der Konflikt zwischen den Odobai und den Togarev. Im ersten Entwurf hießen sie noch Sindarin und Angroschim. Ich wollte, dass Fantasy-Fans erkennen, welche Fantasy-Völker ich als Vorlage verwandt habe. Die meisten Erst-Leser meinten aber, das sei zu billig, und als jemand meinte, dass meine Völker zwar auf den Vorlagen basierten, aber schon was völlig Eigenständiges seien, wollte ich mich mehr von der überdeutlichen Parallele lösen.

Ich suchte also nach neuen Namen: „Odobai“ ist eine Ableitung von „Orobiai“, einer Stadt, die 426 v.Chr. durch eine Flutwelle zerstört wurde – mitsamt einer Stadt namens „Atlante“. Aufgrund des nach „Atlantis“ klingenden Namen habe viele Forscher lange gedacht, dass es sich dabei um die untergangene Stadt aus der griechischen Mythologie handelt. [Wikipedia]

Atlantis wiederum war eine Kreation des Philosophen Platon, der dort seine perfekte, demokratische Gesellschaft verortet hatte. Und das ist die Brücke zu meinem Volk, den Odobai: Sie leben in einer aufgeklärten Demokratie par excellence, wählen ihren Anführer in einem Konzil und haben eine Art „Rechtsstaat“. Allerdings befinden sie sich seit Jahren im Krieg mit den Togarev, und ein Frieden scheint nicht in Sicht. Seit 40 Jahren führt Glorifol (Name noch nicht fest) die Odobai an – weil er jedes Mal aufs Neue gewählt wurde. Doch der Konflikt ist festgefahren, und eine kleine Gruppe aus Odobai sucht nach neuen Wegen, mit den Togarev umzugehen.

Die Togarev sind ganz anders als die Odobai: Sie leben nicht in den Wäldern, sondern unter Tage in Bergen und Hügeln. Sie haben einen Bergvater oder eine Bergmutter (ich weiß noch nicht genau, was von beiden – vielleicht auch beides), der/die sich durch Stärke und Durchsetzungskraft an die Spitze ihrer Gesellschaft vorgearbeitet hat. Er/Sie hat Berater, ist aber nicht an deren Weisungen gebunden. Im Endeffekt ist er/sie der alleinige Herrscher/die alleinige Herrscherin über die Togarev.

Der Name leitet sich aus der Geschichte der Spartaner ab [siehe den Film „300“]; einer Gesellschaft, in der sich ebenfalls der Stärkste durchsetzte. Die Taygetos-Gebirgskette in Griechenland soll „als Todesstätte für schwache Kinder aus Sparta gedient haben“ [Wikipedia]. Nach einigem Hin- und Hergewürfel der Buchstaben kam ich auf den Namen Togarev. Ganz zufrieden bin ich damit noch nicht (Vorschläge willkommen). Den Namen „Taygetos“ werde ich wohl für die Heimstatt der Togarev verwenden – im ersten Entwurf hieß diese noch „Torov-Gebirge“.

Die Odobai sind schlanke, menschenähnliche Wesen mit spitzen Ohren, die Togarev untersetzte, breitgebaute Wesen mit oft langen Bärten (die Parallele dürfte deutlich sein). Statt aber wie bei Tolkien oder anderen Fantasy-Büchern hat sich zwischen ihnen keine Hassliebe gebildet, sondern eine erbitterte Feindschaft aufs Blut. Sie schlachten sich gegenseitig ab, und die Togarev nennen die Odobai meist nur „Astlochficker“, da sie eine sehr liberale Sexualmoral verfolgen – ganz im Gegensatz zu den Togarev, die sich auf eine traditionelle Heterosexualität berufen. Dies wird aber erst im späteren Teil des Buches deutlich.

Im Grunde besteht der Konflikt also zwischen einer demokratisch-liberalen und einer autokratisch-restriktiven (hat jemand eine bessere Beschreibung?)  Gesellschaft. Da dies noch sehr politische Topoi sind und sich nicht so leicht auf Charaktere übertragen lassen, bin ich eher philosophisch an die ganze Sache herangegangen.

Weiterlesen: Nex – Die Philosophie

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3 Kommentare zu “Nex – Worum es (mir) geht

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