Grüne fordert Hoverboard-Verbot – und einige kapieren den Gag nicht

Gestern war der Tag, an dem Marty McFly in der Zukunft ankam – und natürlich gab es allerlei Hommagen an diesen Kultfilm. Auch Pia Schellhammer, Grünen-Abgeordnete im Landtag von Rheinland-Pfalz, stimmte mit ein – und forderte ein Verbot von Hoverboards.

Die Begründung laut Pressemitteilung: „Die deutlich gestiegene Verbreitung von Hoverboards im Straßenverkehr führt zu massiven Problemen mit FußgängerInnen und RadfahrerInnen“ und „Hoverboards, die mit teils erheblicher Geschwindigkeit nicht nur über Fuß- und Radwege, sondern auch über flache Gewässer rasen, verschrecken vielfach brütende Stockenten.“

Die Reaktionen aus den anderen Parteien kamen natürlich prompt. Die offenbar humorbefreite CDU-Landtagsabgeordnete Julia Klöckner machte aus dem Scherz gleich eine politische Aussage und twitterte das hier:

Die FDP Rheinland-Pfalz erklärte:

Und die Junge Union verbreitete auf Facebook folgendes:

Da Julia Klöckner wie auch einige Kommentaristen bei der Jungen Union die Selbstironie wohl nicht rausgehört haben / raushören wollten, wollte ich einmal klarstellen, wie Schellhammer das jetzt gemeint hat. Ich schickte Ihr also eine Anfrage per Mail:

„Liebe Frau Schellhammer, sollte das einfach nur ein Scherz zu Ehren Marty McFlys sein oder wollten Sie Ihr Image als Verbots-Partei auf die Schippe nehmen?“

Ihre Antwort: „Es handelt sich um einen selbstironischen Text zu Ehren von Marty McFly :)“

Meine Antwort: „Vielen Dank. Man soll ja immer nachfragen ;)“

Schellhammer: „Tatsächlich haben das gestern einige nicht verstanden… Aber ich erkläre das gerne. Es geht ja um Vermittlung von Kulturgut ;)“

Ich noch einmal: „Wo wir gerade dabei sind, bezüglich der Stockenten: Wären eigentlich alle Hoverboards vom Verbot betroffen oder nur die mit ‚Power‘, also die, die auf Wasser fahren können?“

Sie: „Kategorisch alle. Spaß zu Lasten von FußgängerInnen, RadfahrerInnen und StockentInnen ist auf keinen Fall zulässig und gehört sofort verboten ;)“

Typisch Grüne! Verstehen keinen Spaß.

Für Julia Klöckner und einige JU-Mitglieder: ;)

Update:

Auf Twitter schrieb mich Gerhard Soyka an, für den die ganze Aktion ein Eigentor darstellt.

Stimmt zwar: Die Ironie als Verbotspartei war in der Pressemitteilung nicht gut herausgearbeitet (man hätte sowas wie „Wir als Verbotspartei fordern“ schreiben können). Andererseits hat das Schellhammer ja auf Nachfrage deutlich gemacht, wie das Ganze gemeint war.

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