Killerspiele: Ich bin es leid

Ja, es geht schon wieder um Killerspiele… Ich dachte wirklich, nach der Meldung über die erste LAN-Party für Eltern und Lehrer sind wir auf dem richtigen Weg. Aber da habe ich nicht mit der CDU gerechnet. Auf heise.de steht folgendes:

Stuttgart untersagt Computerspiele-Wettbewerb

Ja, es ist geht genau um das, wonach es sich anhört; die Stadt verbietet die Ausrichtung des „Intel Friday Night Game“ der Electronic Sports Leauge (ESL). Und was ist natürlich der Grund?

„Angesichts der Ereignisse und des schrecklichen Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen, bei dem 15 Menschen getötet wurden, können wir eine solche Veranstaltung derzeit in unserer Stadt nicht akzeptieren“, begründete Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) die Absage. Das sei man den Familien, Angehörigen und Freunden der Opfer schuldig.

Man ist es ihnen also schuldig, eine private Veranstaltung abzusagen, in denen hunderte Spieler, die rein gar nichts mit dem Amoklauf zu tun haben, einem Hobby nachgehen. Wie schrecklich muss es für die Angehörigen sein, dass in Stuttgart in einer geschlossenen Halle Counterstrike und Warcraft gespielt wird. Dagegen sind die ganzen Fernsehwagen und Journalisten, die Winnenden über Tage belagerten und keinen Raum für Privatsphäre ließen, natürlich nichts.

Ich will mich darüber gar nicht aufregen – aber ich kann nicht anders. Allerdings habe ich meine Meinung zu dieser ganzen Debatte hier schon hinlänglich ausgeführt. Lest einfach den Artikel auf heise.de, und wenn jemand noch mehr Verlangen nach Kopfschütteln hat, gibt es seit Kurzem auch die Fortsetzung.

Wenn mir in Zukunft ähnliche Sachen auffallen, werde ich sie einfach nur noch kurz verlinken. Zuviel Aufmerksamkeit sollte man diesen konservativen Ignoranten auch nicht widmen.

Update 25. März 2009, 10:08: Die Titanic hat zu der Thematik ein nettes Bild veröffentlicht. (via 11k2)

Auf homo homini lupus steht genau die Meinung, die ich auch zu dem Thema habe – unnötig also, sie hier zu wiederholen.

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Ein Kommentar zu “Killerspiele: Ich bin es leid

  1. Pingback: Bericht über Killerspiele: Zwei Jahre alt, aber zeitgemäß « Der Motzmeyer-Blog

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