Pflastert die Wüste mit Solarzellen zu

Kennt ihr das, wenn man eine Idee hat, die so einfach und doch so grandios ist, dass man sich fragt: Warum macht es keiner? Ich habe sowas andauernd. Vor allem kommt immer wieder der Gedanke auf: Warum baut man nicht ganz viele Solarkollektoren dorthin, wo sowieso kaum Leben herrscht und andauernd die Sonne brutzelt? Etwa in die Wüste.

Da schlage ich heute mal die Wissensseite der SZ auf, und die titelt in großen Lettern „Strom aus der Wüste“ und beschreibt einen Plan, der Nordafrika als Europas Zulieferer in Sachen Sonnenstrom vorsieht. Eine schnelle Google-Suche ergibt: Den Plan gibt es schon länger. Doch das macht es nicht weniger faszinierend, was die Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC) im Jahr 2003 angefangen hat auszutüfteln und 2007 präsentierte. Ich hatte davon bis heute nichts gehört.

Wie dieser Plan aussieht? Eigentlich genauso wie man ihn sich vorstellt: Die Wüste Nordafrikas wird mit ein paar großen Arealen voller Solarzellen zugepflastert, und der Strom fließt über Leitungen nach Europa. Herrkömmliche Leitungen, wie sie in unseren Häusern und unter unseren Straßen liegen, reichen dafür natürlich nicht aus. Da muss eine Leitung her, die – wie sollte es auch anders sein – mit dem Wörtchen High anfängt: High Voltage Direct Current, HVDC. Diese Hochspannungsleitungen sind erprobt und funktionieren laut dem Bericht auf Solarserver einwandfrei.

Der Wüstenstrom soll aber nicht die europäische Energiewirtschaft vollkommen ersetzen – schließlich möchte man nicht schon wieder abhängig von Scheichs sein, die je nach Tagesform die Preise ihrer Energie hin- und herrücken. In ganz Europa soll ein Netzwerk an regenerativen Energiequellen aufgebaut werden. Das ganze sieht dann so aus:

Und was das in Zukunft bringen soll, steht auch auf Solarserver.de:

Ich bin wirklich gespannt, wie sich das entwickelt. Und wann die ersten Naturschutzorganisation auf den Plan treten und für den Kultur- und Lebensraum Wüste auf die Barrikaden gehen…

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